Brownfield Demonstrator

Hochschule Osnabrück - Standort Lingen

In vielen Maschinenparks finden Sie Maschinen und Anlagen aus verschiedenen Epochen der Zeit. Den Mix aus modernen Hochleistungsmaschinen und alten Schätzchen, die aber noch einwandfrei funktionieren, möchten Sie gerne beibehalten. Trotzdem wünschen Sie sich die Monitoring-Eigenschaften der modernen Maschinen auch bei den alten Geräten.

 

Die Hochschule Osnabrück am Campus Lingen demonstriert den Anwendungsfall anhand einer Tisch-Bohrmaschine.

 

Repräsentativ für jede Größenordnung Metall-bearbeitender Maschinen steht dieses Projekt für die Möglichkeiten, die sich unabhängig des Alters für Brownfield-Maschinen ergeben.

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Der Auftrag für RSConnect lautet: Retrofit mit lokaler Auswertung der gewonnenen Daten.

Das bedeutet ein Monitoring der elektrischen Energie (Wirk-, Schein- und Blindleistung) sowie die Spannung/den Strom und dem Energieverbrauch.

Weiterhin wurden Umgebungsdaten, wie die Temperatur, Druck und Feuchtigkeit aufgezeichnet.

Für den Maschinenstatus selber wurde ein Schwingungssensor verwendet, der die Vibration und die Geschwindigkeiten der x, y, und z-Achsen erkennt.

 

Der Zugriff erfolgt über einen WLAN-Access-Point. Ein fest installierter Bildschirm wie an der Hochschule kann somit auch durch ein mobiles Endgerät ergänzt werden. Eine Einbindung in Ihr Firmennetzwerk ist möglich, sodass Sie von überall Zugriff haben.

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Mit einem Webinterface können die Daten nun ausgelesen werden. Die Steuerung verarbeitet die von den Sensoren erfassten Daten im Hintergrund, sodass die gewünschten Berechnungen z.B. des OEE’s (Overall Equipment Effectiveness) oder der Qualitätsfaktor angezeigt werden.

Der Werker an der Maschine hat die Möglichkeit, mit Aktionsbuttons den Vorgang beziehungsweise den Störgrund näher zu beschreiben, beispielsweise während eines Rüstvorgangs.

 

Durch den Schwingungssensor sind wir in der Lage, den exakten Zustand der Maschine abzuleiten. Ein schnell laufender Bohrer vibriert anders als ein langsam laufender Bohrer. Ebenfalls weist das System auf Bohrerbrüche hin und kann – mit genügend Referenzmaterial – auch vorausschauend warnen, wenn der Bohrer auf das Ende seiner Lebenszeit hinarbeitet. Predictive Maintenance ist hier das Stichwort.

Eine Runtime-Detection, also die Aufzeichnung einzelner Arbeitsvorgänge gibt die Dauer pro Werkstück wieder. Bei einer Serienfertigung kann so die benötigte Maschinenzeit pro Stück ermittelt werden.